Wie gestern angekündigt will ich auf der Basis der Ausstellung ein paar Vorschläge machen, um das Peng als Brutstätte für Kunst, Kultur und Kommunikation schneller, effizienter und wohnlicher zu machen, und vor allem zu einem Ort, an dem man auch gemeinsam persönlich wachsen und sich entwickeln kann.
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Teil 1: Wehklage und lautes Ächzen!
Hier in Kurzform erst einmal die Dinge, bei denen wir uns selbst immer im Weg stehen:
- Ago findet es eher ungeil, immer wieder Flaschen sortieren zu müssen, weil Bierflaschen in Colakisten stehen und umgekehrt. Er ist nämlich derjenige, der dem Lieferanten gegenübersteht und ihm erklären muß, warum wir das immer wieder machen.
- Alle Aussteller - ich spreche für Olli Sport und mich und meine Mitaussteller - finden es eher ungeil, neben dem normalen Ausstellungsbetrieb hinter Leuten herzuräumen und zu -wischen, die dsa Peng gedankenlos versiffen und vermüllen. Mit dem Ausstellervertrag tragen wir nämlich die Verantwortung für die "WG". Das Problem ist, wir müßten während der Ausstellungen Leuten in den Hintern treten, die wir ansonsten sehr mögen.
- Spülmaschinen finden Glasscherben und Abflußreiniger eher ungeil. Sie wollen zart und mitfühlend behandelt werden.
- Das Barteam hätte Besseres zu tun als unnötig entstandenen Siff und unnötige Unordnung zu beseitigen, denn normaler Siff und normale Unordnung sind schon zeitraubend.
- Das Barteam hätte auch besseres zu tun als das System im Getränkelager zu verstehen, das recht konsequent mit wenigen Ausnahmen nach quantenphysikalischen Gesichtspunkten desorganisiert ist.
- Auch die Freiwilligen, die demnächst in ihrer Freizeit das Treppenhaus streichen, könnten in der Zeit stattdessen auch Kunst, Kultur und Kommunikation produzieren.
- Unsere Nachbarn fänden es toll, wenn alle verstehen würden, daß bei lauten Veranstaltungen die Fenster nach hinten geschlossen bleiben müssen.
- Diejenigen, die Veranstaltungen organisieren, sind schon genug aufgeregt, selbst wenn das Netzteil für's Mischpult nicht verschwunden wäre, die benötigten Kabel ausnahmsweise am vorgesehenen Ort lägen und vielleicht - das wäre spitzenmäßig - Stecker dran sind.
- Unsere Papierkram- und Finanzminister haben es schwer genug mit uns Chaoten, aber leider stehen vor den Schränken in dem Raum, der im Scherz auch mal als "Büro" bezeichnet wird, Gegenstände aus diversen Erdzeitaltern, so daß man fast hinüberklettern muß.
- Das Lager fände es toll, wenn Werkzeuge und Meßgeräte in ihm wären statt über den Planeten verstreut (mit gewissen Häufungen im Band-Raum, hinter dem Tresen, in der Küche, auf dem Fußboden oder in dem Raum, der von ernstzunehmenden Wissenschaftlern auch als "das Gegenteil eines Büros" bezeichnet wird).
- Unsere Finanzen fänden es hinreißend schön, wenn Material und Geräte sparsam und schonend verwendet würden, denn mit Geld könnten wir geilere Dinge machen als es auf diese Weise wegzuwerfen. Material, das in dem Raum, der theoretisch einmal vor langer Zeit ein Büro gewesen sein könnte, auf dem Boden verteilt und in Kisten gestopft wird kann man nämlich oft nur noch wegwerfen.
- Diejenigen, die Elektrogeräte verwenden, fänden es erbaulich, wenn sie erkennen könnten, welches Kabel wo dran hängt statt in gordischen Knoten zu suchen, versehentlich die falschen Stecker zu ziehen und damit den nächsten, der ein anderes Gerät braucht, vor ein fast unlösbares Problem stellen. Der Frust verläuft dabei in einer perfekten Kreisform.
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Teil 2: Wie wir es nicht ändern können
Die Probleme sind eigentlich bekannt und wurden oft bei der Dienstagsrunde oder auch durch individuelles Wehklagen angesprochen. Es hilft wenig bis nichts. Hier eine Hitliste der Möglichkeiten, die wir uns fast sparen können, weil sie ungeeignet sind:
- Allgemeine verbale Aufrufe am Dienstagabend
- Überwachungskameras, Repressionen, öffentliche Pranger und fröhliches Feindbildbasteln nach nordkoreanischem Vorbild
Was jedoch am aller-aller-allerwenigsten hilft ist die Behauptung, das wäre nun mal so und man könne nichts ändern!
Natürlich können wir was ändern, und wir können dabei besser, erfahrener und zufriedener werden und uns alle gegenseitig besser kennenlernen - wir sind nämlich die Nachfahren von Leuten, die Säbelzahntiger besiegt haben, sonst gäbe es uns nicht.
Und wir werden es so schaffen, daß wir uns dabei nicht mehr auf den Keks gehen als mit dem derzeitigen Zustand, sondern weniger.
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Teil 3: Vorschläge und konkrete Maßnahmen folgen. Anregungen, Kritik und allgemeines Jammern bitte per Mail oder Telefon an mich.
Nach der Museumsnacht geht's los. Wer mitwirken will ist hiermit herzlich eingeladen.
